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Bei Rotauf kommt alles aus der Schweiz

Regionale Designer zeigen am Samstag in Chur die neusten Fashion-Trends. Und wir zeigen Euch, wer alles dabei ist. Heute geht es weiter mit Teil 3.

Kristina
Ivancic
Donnerstag, 18. Mai 2017, 05:00 Uhr Mode Tanz Musik
Oliver Gross trägt eine Jacke und Mütze der Marke Rotauf.
PRESSEBILD

«Mode Tanz Musik»: So heisst das Fest, welches diesen Samstag auf dem Churer Bahnhofplatz stattfindet. Als Vorgeschmack auf den Event haben wir mit allen vier Designern gesprochen, die ihre Models über den Laufsteg schicken. So auch mit Oliver Gross, dem Geschäftsführer der Bündner Outdoor-Marke Rotauf.

Hippe Outdoor-Kleider entstehen

Radical Swiss Made: So lautet das Motto der Marke Rotauf. Sämtliche Kleider müssen in der Schweiz hergestellt werden und auch das Material stammt, wenn möglich, aus der Schweiz. «Dazu haben wir uns von Anfang an verpflichtet, und wir bleiben dabei», sagt Gross. Leider sind gerade Materialien Schweizer Ursprungs schwierig zu finden. Rund zwei Drittel aller bei ROTAUF verarbeiteten Materialien stammen aus Schweizer Produktion. Der Rest, alle wasserdichten Materialien, müssen aufgrund fehlender Schweizer Produzenten aus dem Ausland zugekauft werden. Entwickelt werden die Rotauf-Jacken in Chur, genäht werden sie dann in Widnau im Kanton St. Gallen von der Topa AG. Sie ist eine der letzten Firmen, die das in der Schweiz noch kann. Für ihn und sein Team ist das der einzig richtige Weg, wie Gross betont.

Der richtige Weg ist aber nicht immer der einfachste. Denn das enge Korsett, das sich Gross und sein Unternehmen mit dem Motto angelegt haben, lässt die Firma nicht im Eiltempo wachsen. «Wir wachsen schon», sagt Gross, «immerhin sind wir mittlerweile über die Kantonsgrenze hinaus bekannt. Aber klar, Weltbekanntheit, das werden wir wohl nie erreichen.» Das liegt gemäss Gross auch daran, dass es in der Schweiz gar nicht genug Nähereien gibt, um die Produktion so weit auszudehnen, um etwa eine Marke wie Mammut zu konkurrenzieren. «Aber das wollen wir auch gar nicht.»

Expandieren geht also nicht, wegen des «Radical» im Konzept. Das ist jedoch nicht der einzige Grund, weshalb Gross die Produktion nicht etwa nach Asien verlagern würde.


Und genau das schätzen die Kunden von Rotauf, wie Gross sagt. «Der Trend bewegt sich in Richtung 'Back to the Roots’, also 'zurück zu den Wurzeln’.» Das liege auch daran, dass gerade jene Menschen, die sich viel in der Natur bewegen, auch stark auf Nachhaltigkeit achten. Er beobachte aber auch allgemein, dass sich immer mehr Kunden Gedanken darüber machen, woher die Produkte stammen, die sie konsumieren.

Gross selber muss in seiner Funktion als Geschäftsführer der Firma Rotauf viel Zeit investieren, neue Materialien aus der Schweiz zu finden und zu entwickeln. Aber auch privat sieht er beim Einkaufen genauer hin. Das wiederum findet seine Freundin nicht immer so toll …

Gross ist diesen Samstag ebenfalls mit seiner Marke Rotauf am Mode-Tanz-Musik-Anlass in Chur dabei. Dort wird er einige neue Outdoor-Produkte vorstellen. Ein Kleidungsstück, das am Samstag sicherlich gezeigt wird, hat er für uns extra kurz vorgestellt:

Das ist natürlich nicht die einzige Veränderung, die an der Hose beziehungsweise der Jacke vorgenommen wurde. Doch alles dürfen wir nicht verraten. Nur noch etwas: Gross und sein Team haben tatsächlich eine Jacke auf den Markt gebracht, die man in sich selber einpacken kann. Was das heissen soll? Seht es Euch doch gleich selber an:

Gross freut sich bereits, diese Jacke am Samstag vorstellen zu dürfen. «Es ist ein guter Anlass, um uns in Chur wieder mal zu zeigen. Wir sind eine Churer Marke, und gerade deshalb ist es uns wichtig, den Leuten zu zeigen, was wir so machen und gemacht haben.»

Seid Ihr neugierig auf die Outdoor-Kleider von Rotauf? Oliver Gross schickt seine Models ab 13 und 15 Uhr über den Catwalk. Aber nicht nur er. Das tun auch Jungdesignerin Gioanna Michel und Modistin Verena Philipp, die wir Euch bereits vorgestellt haben. Und noch jemand! Am Freitag erzählen wir Euch die Geschichte einer Griechin, die mit Nadel und Faden das Leben der Menschen verändert.

Quelle: Südostschweiz

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